So pflegen Sie Ihre Schlafsäcke und Isomatten

Unterwegs

Sehr zu empfehlen ist, wenn nicht das höhere Gewicht dagegen spricht, die Verwendung eines Inlets (dünner Innenschlafsack) aus Baumwolle, Merinowolle, Fleece oder Seide, um den Schlafsack vor Verschmutzung oder Schweiß von Innen zu schützen.

Ein Inlet ist pflegeleicht und auch unterwegs schnell einmal durchgewaschen.

Daneben zögert es den nächsten Waschgang für den Schlafsack hinaus und spendet je nach Material zusätzlich Wärme.

Ihren Schlafsack sollten Sie nach jeder Nacht auf links drehen und gut lüften.

Besonders betrifft dies Daunenfüllungen, die die Eigenschaft haben, entstandene Feuchtigkeit zu binden.

Ein noch feuchter Schlafsack sollte nie länger als über den folgenden Tag komprimiert im Packbeutel sein.

Nutzen Sie Ihre Mittagspause zum weiteren Trocknen.

Wenn Sie morgens aufbrechen, stopfen Sie Ihren Schlafsack mit dem Fußende zuerst einfach in den Packbeutel: Das geht bedeutend einfacher als einrollen und ist zudem auch gesünder für den Schlafsack, da der Druck auf die Füllung unregelmäßiger verteilt wird.

Ihre Isomatte rollen Sie ein, indem Sie das Ventil öffnen und die Luft heraus pressen.

Dann das Ventil schließen.

Um noch mehr Luft rauszupressen können Sie den Vorgang noch einmal wiederholen.

Verwenden Sie den mitgelieferten Packbeutel, in dem die Matte, wenn sie eng eingerollt wurde, bequem Platz hat.

Falls Ihre Matte Luft verliert, lokalisieren Sie wie bei einem Fahrradreifen die Stelle, indem Sie die Matte unter Wasser drücken.

Mit im Handel erhältlichem Flickzeug kann ein Loch im Bezug schnell repariert werden.

Beachten Sie bitte die Anweisungen und die Trocknungszeit des Klebers.

Aufbewahrung

Lagern Sie Ihren Schlafsack über längere Zeiträume nie komprimiert im Packsack, sondern legen Sie ihn nur locker zusammen oder hängen ihn an einem Bügel auf.

Ein großer luftdurchlässiger Beutel bietet sich an.

Lagern Sie den Schlafsack in einem trockenen Raum.

Ihre Isomatte wird ausgebreitet und mit geöffnetem Ventil gelagert.

Reinigung

Kleinere oberflächliche Verschmutzungen werden mit einem feuchten Lappen entfernt; das gilt für Schlafsack und Matte.

Nach etwa 40-50 Nächten, bei Verwendung eines Inlets entsprechend später, ist eine gründliche Reinigung des Schlafsacks angesagt.

Diese erledigen Sie per Handwäsche oder in der eigenen Waschmaschine selbst.

Das geht bedeutend schneller, ist preisgünstiger und sicherer als der Gang in die Reinigung.

Von größter Bedeutung ist die Wahl des richtigen Waschmittels, denn hier sind alle Isolationsfüllungen, ganz gleich ob Daune oder Kunstfaserwattierung, empfindlich.

Das falsche Waschmittel, und dazu zählen auch herkömmliche Flüssig- oder Wollwaschmittel, kann die Bauschfähigkeit der Isolation zerstören und den Schlafsack unbrauchbar machen.

NIKWAX bietet mit dem Tech Wash für Kunstfaserfüllungen und dem Down Wash für Daunenfüllung die geeigneten Waschmittel an.

Handwäsche

Schlafsack in einer Wanne in handwarmem Wasser und dem Waschmittel einweichen lassen.

Keinesfalls den Schlafsack wringen oder schrubben.

Bei starker Verschmutzung den Waschgang mit frischem Waschmittel wiederholen.

Anschließend den Schlafsack mehrmals gründlich handwarm ausspülen und danach vorsichtig ausdrücken.

Maschinenwäsche

Die Maschine muss eine große Trommel haben, in die der Schlafsack unkomprimiert hinein passt.

Schon- oder Wollwaschgang und Temperatur auf 30°C einstellen.

Anschließend in 2 bis 3 Durchgängen den Schlafsack gründlich ausspülen und abschließend nur kurz und auf niedriger Tourenzahl anschleudern.

Den Schlafsack vorsichtig aus der Wanne oder der Maschine herausheben; er wiegt durch die voll gesogene Füllung in nassem Zustand ein Vielfaches seines eigentlichen Gewichtes.

Es besteht die Gefahr, dass Nähte reißen.

Daher wird der Schlafsack zum Trocknen an der Luft auch nicht aufgehängt, sondern ausgelegt.

Bei Daunenschlafsäcken ist zusätzlich zu beachten: Daunen klumpen in nassem Zustand vollständig zusammen.

Daher müssen sie während des Trockenvorgangs, der je nach Temperatur bis zu 7 Tage dauert, mehrfach aufgeschüttelt werden (2-3 mal täglich), um sich wieder gleichmäßig in den Kammern zu verteilen.

Ein Kunstfaserschlafsack ist nach etwa 2-3 Tagen vollständig durchgetrocknet.

Trockner

Die Verwendung eines Wäschetrockners ist bei entsprechender Trommelgröße (ab 180 Liter) möglich.

Die Trockentemperatur muss niedrig eingestellt sein.

Bei Daunenschlafsäcken gibt man zwei oder drei Tennisbälle mit in die Trommel, um die Füllung durch Aufklopfen zu verteilen.

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